Fachkonzepte und Fachplanungen

Das STEK ist als zentrales Steuerungsinstrument für die Stadtentwicklungspolitik von Augsburg zu verstehen. Seine Aussagen fließen sowohl in die Neuaufstellung des Flächennutzungsplans mit integrierter Landschaftsplanung als auch in die Erarbeitung und Aktualisierung von Fachkonzepten im Sinne sektoraler Stadtentwicklungskonzepte und -pläne ein. Gleichzeitig fließen auch Aussagen von bestehenden oder in Aufstellung befindlichen Fachkonzepten und Fachplanungen in das STEK ein. Ziel ist, der Entwicklung der Stadt mit einem schlüssigen Gesamtkonzept eine eindeutige Richtung zu geben und Synergien zu nutzen.

Während das integrierte STEK Aussagen von gesamtstädtischer Bedeutung trifft und somit einen höheren Abstraktionsgrad aufweist, sind sektorale Fachkonzepte und Fachplanungen inhaltlich wesentlich detaillierter und differenzierter. Da die Erarbeitung des STEK und einiger Fachkonzepte und Fachplanungen simultan erfolgt, ist auf eine enge inhaltliche Abstimmung und Koordinierung von (Zwischen-) Ergebnissen zu achten. Bürgerbeteiligung, die im Rahmen der sektoralen Planungen durchgeführt wurde, ist in Ergänzung zum Beteiligungsprozess des STEK zu verstehen sind.

 

Zukunftsleitlinien für Augsburg

Die Zukunftsleitlinien für Augsburg stellen eine Fortschreibung des Handlungsprogramms Nachhaltigkeit aus dem Jahr 2004 dar. Damals waren in Zusammenarbeit mit der Lokalen Agenda 21 und unter Beteiligung von Politik, Bürgerschaft, Wirtschaft und Verwaltung Leitlinien und Ziele für eine nachhaltige Entwicklung Augsburgs formuliert und vom Stadtrat beschlossen worden. Die Zukunftsleitlinien für Augsburg aktualisieren diese Leitlinien und Ziele. Sie sind Teil des Augsburger Nachhaltigkeitsprozesses und im eigentlichen Sinne kein sektorales Fachprogramm, sondern beleuchten querschnittsübergreifend alle gesellschaftlichen Belange und Themenbereiche. Sie stellen für neue Projekte, Vorhaben und Planungen in Augsburg eine orientierende Grundlage dar. Für das STEK mit seinen acht Handlungsfeldern bilden sie die Leitvorstellung und das normative Wertegerüst ab. Die Zukunftsleitlinien für Augsburg werden ergänzt durch einen Nachhaltigkeitscheck für Stadtratsbeschlüsse, mit dem die Verfolgung der vereinbarten Zielsetzungen durch Politik und Verwaltung überprüft werden soll.

Die Zukunftsleitlinien für Augsburg wurden u.a. durch einen gemeinsamen Online-Dialog im Rahmen des STEK, bei dem alle Akteure der Zivilgesellschaft zur Mitarbeit aufgefordert wurden, erarbeitet. Die Ergebnisse des ersten Online-Dialogs zum STEK finden Sie hier. Zwischenzeitlich wurden die Zukunftsleitlinien für Augsburg durch den Augsburger Stadtrat beschlossen und sind hier abrufbar.

Auch die Umsetzung der Zukunftsleitlinien für Augsburg ist einem breiten gesellschaftlichen Diskurs unterworfen. Zusätzlich zu den Arbeitssitzungen der Lokalen Agenda 21 finden unter Beteiligung von Akteuren der Zivilgesellschaft, Bürgerschaft, Politik, Verwaltung und Wirtschaft zahlreiche Workshops statt. Dabei wird auch ein Fokus auf besondere Anspruchsgruppen wie z.B. Migranten, Frauen oder Jugendliche gelegt.

Weitere Informationen zum Augsburger Nachhaltigkeitsprozess sowie zur Lokalen Agenda 21 finden Sie außerdem hier.

 

Sport- und Bäderentwicklungsplan (SBEP)

Mit dem Sport- und Bäderentwicklungsplan (SBEP) wird die Grundlage für die künftige sportbezogene Entwicklung Augsburgs gelegt. Zum einen steht dabei die Ertüchtigung der städtischen Sportstätten und Bäder im Vordergrund. Zum anderen zielt der SBEP auch darauf ab, den Anforderungen des Vereinswesens und des nicht organisierten Sports Rechnung zu tragen. Im Fokus liegen daher auch soziale Belange und der Bildungsauftrag des Sports sowie der öffentliche Raum mit seinen Grün- und Freiflächen. Bezogen auf das STEK konkretisiert der SBEP insbesondere das Handlungsfeld 4 Grünflächen und Sport.

Auf der Grundlage eines eigenen Analyseprozesses mit einer Bevölkerungs- und Stakeholderbefragung werden sektorale Leit- und Entwicklungsziele für den Sport formuliert. In einem weiteren Schritt erfolgt dann eine weitere Schwerpunktsetzung und Ausdifferenzierung von Maßnahmen zu bestimmten Themenbereichen. Weitere Informationen zum SBEP, der vom Stadtrat am 23.02.2017 beschlossen wurde, finden Sie hier.

 

Kulturentwicklungskonzept (KEK)

Das Kulturentwicklungskonzept bestimmt in seiner gesamten Bandbreite die inhaltliche Ausrichtung und Profilierung des kulturellen Lebens in Augsburg. Es umfasst die Bereiche Theaterlandschaft, Museen, Festivals und freie Szene. Enge Schnittstellen gibt es zudem zum UNESCO-Welterbemanagementplan, der im Rahmen der geplanten Bewerbung Augsburgs als Weltkulturerbe erstellt wird. Inhaltlich liefert das KEK insbesondere dem Handlungsfeld 6 Bildung und Kultur im STEK eine wichtige Zuarbeit.

In einem ersten Baustein wurde die Förderung der freien Szene optimiert sowie die Theaterlandschaft genauer unter die Lupe genommen. Ausgelöst durch den dringenden Sanierungsbedarf des Staatstheaters Augsburg und der Frage, wie die bauliche Erneuerung des Theatergebäudes an die Anforderungen einer modernen Kulturstätte angepasst werden kann, werden alle Spielstätten in Augsburg thematisiert. Dabei spielen sowohl das urbane Umfeld des Theaters als auch Bedürfnisse, Anforderungen und Wünsche bestimmter Fokusgruppen wie Migranten, Schüler, Bewohner in den Stadtteilen oder Theaternutzer aus dem Umland eine Rolle. Im zweiten Baustein stehen die Augsburger Museen im Fokus.

Begleitet wird der Prozess durch eine intensive, mehrteilige Öffentlichkeitsbeteiligung mit Vertretern aus Politik, Verwaltung, Kulturschaffenden und Bürgerschaft. Außer Workshops und Fachtagungen besteht auch hier die Möglichkeit, sich online zu beteiligen. Weitere Informationen sowie die Dokumentation der bisherigen Beteiligungsformate finden Sie hier.

 

Weitere Fachkonzepte

Zusätzlich zu den o.g. Fachkonzepten und Fachplanungen fließen weitere, verwaltungsinterne Überlegungen und Strategiepapiere in den STEK-Prozess ein. Dabei handelt es sich u.a. um:

 

  • Konzeption und Strukturansatz Stadtmarketing
  • Einzelhandelsentwicklungskonzept
  • Gewerbeflächenstrukturuntersuchung
  • Nahverkehrsplan
  • Nachhaltigkeitsbericht
  • Grün- und Freiflächenentwicklungskonzept
  • Luftreinhalteplan
  • Lärmaktionsplan
  • Energienutzungsplan
  • Klimaschutzprogramm 2020
  • Integrationskonzept
  • Aktionsplan Inklusion
  • Bildungsregion Augsburg
  • Fahrradstadt 2020
  • Managementplan „Das Augsburger Wassermanagement-System" zur Eintragung in die UNESCO-Welterbeliste